Bungee-Jumping bei AJ Hackett Smithfield
Wo kann man in der Nähe von Cairns Bungee springen?
Am AJ-Hackett-Turm in Smithfield, etwa 16 km nördlich von Cairns an der Straße Richtung Kuranda. Der 1990 eröffnete Standort war Australiens erste Bungee-Sprungstelle und bietet zudem einen Giant Swing; beide lassen sich getrennt oder kombiniert buchen.
Australiens ursprüngliche Bungee-Sprungstelle
Lange bevor Bungee-Jumping überall zu einem festen Punkt auf Abenteuerreise-Listen wurde, gab es es in Australien an genau einem Ort: einem eigens errichteten Turm, der aus dem Regenwald von Smithfield am nördlichen Rand von Cairns emporragt. AJ Hackett eröffnete ihn 1990, wenige Jahre nachdem der Firmengründer mit einem handgeknüpften Seil vom Eiffelturm gesprungen war und damit Schlagzeilen gemacht hatte. Bis heute gilt er als der Maßstab für Sprünge in der Region. Alles, was seither in diesem Bereich entstanden ist – Canyon-Swings, Abenteuerparks, Tandem-Nervenkitzel im ganzen Land – lässt sich auf diesen Turm und diesen Betreiber zurückführen.
Was Smithfield eine eigene Seite wert macht statt nur eine Zeile in einer allgemeinen „Was man unternehmen kann”-Liste, ist, dass hier zwei ganz unterschiedliche Dinge geboten werden: ein klassischer Bungee-Sprung und ein Giant Swing, der auf derselben Struktur eine völlig andere Art von Fahrt bietet. Die beiden zu verwechseln oder diesen Standort mit den Regenwaldattraktionen weiter oben an der Straße zu verwechseln, ist der einfachste Weg, das falsche Erlebnis zu buchen. In diesem Guide geht es ausschließlich um das, was am Turm in Smithfield selbst passiert.
Wo Smithfield wirklich liegt
Smithfield liegt am Captain Cook Highway, etwa 16 km nördlich von Cairns und deutlich vor Kuranda. Es ist zudem die Talstation der Skyrail Rainforest Cableway, weshalb der Name ständig in Skyrail-Buchungen und Tagesausflugsplänen auftaucht – und weshalb viele Besucher annehmen, der Bungee-Turm gehöre zum Skyrail-Erlebnis oder liege irgendwo im Dorf Kuranda selbst.
Beides ist falsch. Der AJ-Hackett-Standort ist ein eigenständiger kommerzieller Betrieb, ein kurzes Stück von der Skyrail-Talstation entfernt, über eine eigene Zufahrt von der Hauptstraße erreichbar, mit eigenem Parkplatz, eigener Rezeption und eigener Sprungplattform. Man kann das eine ohne das andere besuchen, und viele tun genau das.
Diese Unterscheidung ist für die Planung wichtig. Wer einen Bungee-Sprung mit einem Regenwaldtag kombinieren möchte, plant zwei getrennte Stopps entlang desselben Straßenabschnitts nördlich von Cairns – nicht ein einziges Ticket, das beides abdeckt. Die Kuranda Scenic Railway startet wiederum von einem anderen Bahnhof, entweder in Cairns oder in Freshwater, und führt nirgends in die Nähe des Turms. Betrachten Sie Smithfield, Kuranda und die Skyrail als drei Punkte an derselben Straße, nicht als drei Namen für denselben Ort.
Was am Turm passiert
Die Sprungplattform steht über einem kleinen, von Regenwald umgebenen See – eine Kulisse, die zu einer der meistfotografierten in Tropical North Queensland geworden ist, gerade weil sie so gar nicht wie die Beton-und-Stahl-Bungee-Anlagen anderswo auf der Welt aussieht. Zwei Fahrten werden von derselben Struktur aus angeboten:
Der Bungee-Sprung ist der solo, kopfüber ausgeführte Fall, den die meisten vor Augen haben, wenn sie das Wort hören. Ein Sprungmeister legt das Seil an, prüft den Gurt und zählt herunter, bevor man von der Plattform tritt. Je nach Paket ist das Seil so kalibriert, dass Springer entweder deutlich über der Wasseroberfläche zum Stehen kommen oder auf Wunsch die Oberfläche beim Fallen berühren – ein Detail, das sich lohnt, bei der Buchung abzuklären, falls eine trockene Landung wichtig ist.
Der Giant Swing startet vom selben Turm, ist aber ein völlig anderer Mechanismus: Statt eines dehnbaren, zurückfedernden Seils werden Fahrgäste in einem Gurt fallen gelassen, der in einem weiten Pendelbogen ausschwingt und dabei Geschwindigkeiten erreicht, die die meisten Erstfahrer überraschen. Er kann solo oder zu zweit gefahren werden, was ihn zur geselligeren der beiden Fahrten macht – viele Paare und Freunde machen den Swing gemeinsam und den Sprung getrennt.
| Fahrt | Ablauf | Am besten geeignet für |
|---|---|---|
| Bungee-Sprung | Solo, kopfüberer Freifall an einem Seil | Alle, die das klassische Bungee-Erlebnis suchen |
| Giant Swing | Solo oder zu zweit, Freifall in einen Pendelbogen | Paare, Erstbesucher, die vor einem Solo-Sprung zurückschrecken |
| Kombi | Beide Fahrten in einem Besuch | Alle, die das volle Turm-Erlebnis wollen |
Die meisten Besucher müssen sich nicht zwischen beiden entscheiden. Ein Kombiticket, das sowohl Bungee als auch Swing abdeckt, ist die gängigste Buchungsart, denn so holt man aus einem einzigen Ausflug nach Smithfield den vollen Wert heraus, statt sich erst vor Ort zu entscheiden und am Ende zu bedauern, nicht beides gemacht zu haben.
Eine kombinierte Bungee-Sprung- und Giant-Swing-Session in Smithfield deckt beide Fahrten in einem Besuch ab und ist die Option, für die sich die meisten Erstbesucher entscheiden, sobald sie sehen, was der Swing zu bieten hat.
Wer schon weiß, dass nur der klassische Fall infrage kommt, bucht einen eigenständigen Bungee-Sprung, und wer sich für den Swing entschieden hat – oft der Fall bei Paaren oder Freunden, die gemeinsam fahren möchten – kann den Giant Swing allein ohne den Sprung buchen.
Wie der Tag abläuft
Buchungen laufen in festgelegten Zeitfenstern statt über eine Warteschlange vor Ort, und die meisten Besucher aus Cairns werden vom eigenen Transferservice des Anbieters abgeholt statt selbst zu fahren. Das ist wichtig zu wissen, bevor man mit einem Mietwagen plant: Die Transfers holen von Hotels im Zentrum von Cairns ab und, je nach Paket, auch von den Northern Beaches, sodass man sich weder um einen Parkplatz in Smithfield noch um die Abfahrt vom Highway kümmern muss.
Bei Ankunft führt das Personal eine Sicherheitseinweisung durch, wiegt die Springer (ein Bungee-Seil wird auf das Körpergewicht kalibriert, dieser Schritt ist nicht optional) und legt die Gurte an. Erstsprungwillige bekommen genau erklärt, wie sich der Countdown und der Schritt von der Plattform anfühlen werden, bevor sie überhaupt in die Nähe der Plattformkante kommen. Foto- und Videopakete werden vor Ort verkauft und sind eine Überlegung wert – den Moment des Sprungs von einem seit den 1990er-Jahren bestehenden australischen Bungee-Turm bekommt kaum jemand gut mit dem eigenen Handy eingefangen.
Wer einen zweiten Versuch an der Plattform möchte oder Aufnahmen aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel, für den fügt ein Zweisprung-Paket mit Dachsprung und Medienpaket einen zweiten Versuch von einem anderen Punkt der Struktur hinzu, inklusive Fotos und Video statt separatem Kauf.
Alters-, Gewichts- und Gesundheitsbeschränkungen
AJ Hackett legt Mindestalter und -gewicht für beide Fahrten fest, ebenso eine Standardliste von Gesundheitszuständen, die einen Sprung ausschließen – Schwangerschaft, bestimmte Herz-Kreislauf- und Wirbelsäulenerkrankungen sowie kürzlich erfolgte Operationen sind die üblichen Kategorien bei Bungee-Anbietern weltweit, und Smithfield bildet da keine Ausnahme. Diese Grenzwerte werden vom Anbieter festgelegt und aktualisiert, daher sollten Sie die aktuellen Zahlen zum Zeitpunkt der Buchung bestätigen, statt sich auf anderswo veröffentlichte Angaben zu verlassen. Wer unter 18 ist, benötigt in der Regel die schriftliche Einwilligung eines Elternteils oder Erziehungsberechtigten, die vorab organisiert werden sollte.
Was es kostet und was nicht enthalten ist
Die Ticketpreise variieren je nach gebuchter Kombination – nur Sprung, nur Swing oder die Kombi – sowie danach, ob Foto- und Videopakete oder ein zweiter Sprung hinzugebucht werden. Als grober Vergleichswert liegt ein Einzelfahrt-Ticket in Smithfield in einer ähnlichen Preisklasse wie ein Tandem-Fallschirmsprung über Cairns, während die Kombi naturgemäß mehr kostet als jede der beiden Fahrten allein.
Eine Riffgebühr oder Parkabgabe fällt bei dieser Aktivität nicht an – dieser Aufschlag betrifft ausschließlich Bootstouren zum Great Barrier Reef –, sodass der für Smithfield genannte Preis näher am tatsächlichen Endbetrag liegt, als es bei einem Riffausflug mit seinem Ausgangspreis oft der Fall ist. Foto- und Video-Zusatzleistungen sowie ein zweiter Sprung sind die Hauptfaktoren, die den Gesamtpreis über das Basisticket hinaus erhöhen.
Anreise ohne Auto
Da die meisten Besucher über den eigenen Transferservice des Anbieters buchen, braucht man für dieses Erlebnis speziell keinen Mietwagen. Wer dennoch überlegt, ob sich ein Mietwagen für die gesamte Cairns-Reise lohnt, findet in unserem Guide dazu, ob man in Cairns ein Auto braucht und im umfassenderen Guide Fortbewegung in Cairns, wie Transfers, Touren und Selbstfahren im Vergleich abschneiden.
Wer selbst fährt: Die Abfahrt zum AJ-Hackett-Standort ist deutlich vom Captain Cook Highway in Smithfield ausgeschildert – nicht die Skyrail-Abfahrt und nicht die Straße ins Dorf Kuranda, obwohl alle drei nur wenige Minuten voneinander entfernt am selben Straßenabschnitt liegen. Wer direkt von der Landung aus dorthin möchte, sollte die Fahrzeit ab dem Flughafen Cairns, etwa 25 Minuten südlich, einplanen.
Wann man hingehen sollte
Der Turm ist ganzjährig in Betrieb und ist, anders als Riffausflüge oder Flussrafting, weder von Meeresbedingungen noch von Wasserständen abhängig. Der wichtigste saisonale Faktor betrifft den Komfort, nicht die Sicherheit: Die Trockenzeit von Mai bis Oktober bringt geringere Luftfeuchtigkeit und angenehmere Wartebedingungen zwischen den Sprüngen, während die nachmittäglichen Regenschauer der Regenzeit gelegentlich einzelne Sessions beeinträchtigen können.
So oder so ist dies eine der wetterunabhängigeren Abenteueraktivitäten der Region, verglichen mit einer Bootstour zum äußeren Riff oder einem Rundflug, die beide durch Wetterbedingungen weit außerhalb der Kontrolle des Anbieters abgesagt werden können.
Was diese Seite nicht abdeckt
Der Turm in Smithfield ist nur ein Eintrag auf einer längeren Liste von Adrenalinaktivitäten rund um Cairns, und es lohnt sich, klarzustellen, was außerhalb dieses Guides liegt. Tandem-Fallschirmspringen über Cairns und Mission Beach, bei dem Springer im Sand landen statt neben einem Regenwaldsee, wird in unserem Fallschirmsprung-Guide behandelt. Wildwasser-Rafting auf dem Barron und dem Tully River – eine völlig andere Art von Adrenalin, auf dem Wasser statt in der Luft – hat einen eigenen Guide.
Und die Canopy-Touren und Zipline-Strecken durch den Regenwald des Daintree, bei denen man sich horizontal durch die Baumkronen bewegt statt vertikal zu fallen, werden separat in unserem Guide zu Ziplining und Canopy-Touren behandelt. Wer einen ganzen Adrenalintag oder eine Adrenalinwoche rund um Cairns plant, findet auf unserer Kategorie-Seite Abenteuer und Adrenalin, wie diese Aktivitäten zusammenpassen.
Einbindung in eine Cairns-Reiseroute
Ein Besuch in Smithfield ist, Transfers, Einweisung und Sprung eingerechnet, eine Halbtagesangelegenheit, die sich leicht in einen kurzen Aufenthalt einbauen lässt. Wer nur einen Tag in Cairns hat, für den ist ein Sprung am Vormittag gefolgt von einem Nachmittag auf der Skyrail oder in Kuranda eine machbare Kombination, da die drei Standorte so nah beieinander an derselben Straße liegen – nur sollte man daran denken, dass es sich um getrennt zu buchende Aktivitäten handelt, nicht um ein einziges Kombiticket. Bei längeren Aufenthalten lässt es sich problemlos neben einem Rifftag und einem Daintree-Tag einplanen, ohne um denselben Zeitslot zu konkurrieren.
Buchungshinweise
Die Sessions sind gut nachgefragt, insbesondere in den australischen Schulferien und während der Hochsaison der Trockenzeit von Mai bis Oktober, weshalb es sicherer ist, ein bis zwei Tage im Voraus zu buchen statt spontan vorbeizuschauen. Bestätigen Sie Abholpunkt und -zeit am Vorabend, wenn Sie einen Hoteltransfer gebucht haben, und tragen Sie Kleidung, die auch etwas nass werden darf, wenn Sie sich für einen Bungee-Sprung mit Wasserkontakt entschieden haben. Darüber hinaus gibt es wenig vorzubereiten – dies ist eine der unkompliziertesten Abenteuerbuchungen in der Region Cairns, gerade weil sie nicht von Gezeiten, Riffbedingungen oder Flusspegeln abhängt wie so vieles andere an diesem Küstenabschnitt.
Sprung, Schaukel oder Kombi: die Wahl
Wenn du unsicher bist, überlege, was dir am meisten Sorgen macht. Wer zum ersten Mal springt und den Schritt allein von der Plattform fürchtet, findet die Giant Swing oft leichter, denn du stehst nicht allein auf der Plattform, und der Fall verwandelt sich in einen weiten Bogen. Wer zu Hause die klassische Bungy-Geschichte erzählen möchte, bucht den Sprung. Und wenn du mit einem Partner oder einer Freundin unterwegs bist, ist die Schaukel das Erlebnis, das ihr teilen könnt, während den Sprung jeder für sich allein macht.
Die Kombi lohnt sich für die meisten aus einem praktischen Grund: Die Anfahrt nach Smithfield ist der größte Zeitaufwand, und wenn du einmal dort bist, ist die zweite Fahrt schnell dazugebucht. Wenn du es gegen andere Nervenkitzel abwägst, zeigen unsere Ratgeber zu Fallschirmspringen und zu Jetski- und Jetboot-Fahrten, wie die Alternativen im Vergleich abschneiden.
Zuschauen oder springen
Nicht jeder in deiner Gruppe muss springen. Freunde und Familie, die lieber festen Boden unter den Füßen behalten, können in der Regel von den Zuschauerbereichen in der Nähe des Turms aus zusehen, was Smithfield zu einem einfachen Halt für gemischte Gruppen macht. Wenn jemand in der Gruppe einen Rollstuhl nutzt oder in der Beweglichkeit eingeschränkt ist, erkundige dich zuerst nach den aktuellen Zugangsregelungen des Anbieters und lies unseren Ratgeber für barrierefreies Reisen für die weitere Planung in der Region.
Familien mit Kindern sollten die Altersregeln des Anbieters prüfen, bevor sie Teenagern etwas versprechen. Unser Ratgeber Cairns mit Kindern behandelt Aktivitäten für eine größere Altersspanne, und der Reisesicherheits-Ratgeber erklärt, wie du Abenteuersport in den Tropen vernünftig angehst.
Was du anziehen und mitbringen solltest
Trage bequeme Kleidung, die auch kopfüber an Ort und Stelle bleibt, und Schuhe, die fest am Fuß sitzen. Lose Gegenstände in den Taschen sind bei jedem Sprung keine gute Idee, lass also Handy, Schlüssel und Sonnenbrille bei einer Begleitperson oder in einem Schließfach, falls eines angeboten wird. Unsere Packliste für Cairns behandelt Sonnenschutz und Tropenkleidung für den Rest der Reise und ist lesenswert, bevor du einen Halbtag im Freien planst.
Das Budget für den Tag
Da das Grundticket, Fotopakete und ein zweiter Sprung getrennt berechnet werden, entscheide schon vor deiner Ankunft, was du dazubuchen möchtest, damit dich der Verkaufsversuch vor Ort nicht überrumpelt. Unser Ratgeber zu Reisekosten und Budget in Cairns hilft dir, einen Vormittag in Smithfield in einen größeren Ausgabenplan einzuordnen, und Touristenfallen in Cairns vermeiden erklärt, wie du beurteilst, ob sich ein Zusatzangebot lohnt.
Kombination mit der Skyrail oder dem Zug
Die Skyrail-Station liegt nahe beim Turm, deshalb lassen sich beide gut verbinden. Wenn du überlegst, wie du nach Kuranda kommst, erklären unser Ratgeber zu Skyrail und Kuranda Scenic Railway und der Vergleich von Skyrail und Scenic Railway die Möglichkeiten, und der Ratgeber für einen Tagesausflug nach Kuranda zeigt, was du nach der Ankunft unternehmen kannst. Für einen adrenalinreichen Aufenthalt verbindet die Reiseroute für eine Abenteuerwoche mehrere dieser Aktivitäten, und wie viele Tage du in Cairns einplanen solltest hilft dir bei der Entscheidung, ob überhaupt Platz für einen Sprung ist.
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GetYourGuide stellt für diese Aktivität kein Produktfoto bereit – das Bild zeigt den Treffpunkt, von uns fotografiert.


